Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds werden in den kommenden Jahren ein anhaltend hohes Wachstum verzeichnen. Die jüngsten Marktturbulenzen im Zusammenhang mit der Corona-Krise werden der dynamischen Entwicklung der vergangenen Jahre aller Voraussicht nach kein Ende setzen. Das geht aus einer Prognose des Informationsdienstes extraETF im Auftrag von BlackRock hervor.
Vervielfachung von 1,3 auf 7 Millionen
Den Experten zufolge wird die Zahl der ETF-Sparpläne in Deutschland bis zum Jahr 2025 auf rund 7 Millionen Verträge steigen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 30% im Vergleich zu Ende Dezember 2019, als es 1,3 Millionen entsprechender Verträge gab. Das jährliche Sparvolumen dürfte demzufolge im gleichen Zeitraum auf 11,2 Mrd. Euro steigen – sprich jährlich im Schnitt um 31%. Ende 2019 lag es bei 2 Mrd. Euro. Dabei legen die Experten eine durchschnittliche Sparplanrate in Höhe von 150 Euro zugrunde.
Konservative Prognose
Die Annahmen, die der Prognose von BlackRock und extraETF zugrunde liegen, seien im Vergleich zur historischen Entwicklung eher konservativ. So stieg die Zahl der ETF-Sparpläne von 2014 bis 2019 um durchschnittlich 53% pro Jahr. Das jährliche Sparvolumen legte in diesem Zeitraum im Schnitt jährlich um 58% zu. Die durchschnittliche Sparplanrate belief sich 2019 auf 153,50 Euro, im laufenden Jahr sind es bislang 174,70 Euro. Dass die erwarteten Wachstumsraten niedriger angesetzt sind als die bisherigen, sei weniger auf die jüngsten Börsenentwicklungen zurückzuführen als vielmehr auf den reifenden Markt. (mh)
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