Kaum ein Unternehmen hat BaFin zu fürchten
Das Teilrating Sicherheit – wo neben den Solvency II-Quoten auch die Eigenmittel betrachtet werden – hingegen fällt sehr positiv aus. Da ausnahmslos alle Versicherer die BaFin-Anforderungen problemlos erfüllen, können hier 16 Gesellschaften fünf Sterne, zehn vier Sterne verbuchen. Drei Versicherer erhalten eine durchschnittliche Bewertung, nur einer eine schwache. „Das ist ein starkes Bild und man kann davon ausgehen, dass die top bewerteten Gesellschaften in naher Zukunft nicht unter Beobachtung der BaFin stehen werden“, kommentiert Saal.
Die Gesellschaften mit den Höchstnoten
Im Gesamtrating erweisen sich damit acht Gesellschaften als ausgezeichnet (fünf Sterne) und weitere 15 als sehr gut (vier Sterne). Fünf erhalten eine durchschnittliche Bewertung und zwei eine schwache. Als sehr schwach wird in der Gesamtbewertung kein Versicherer eingestuft (siehe Grafik).
Die acht Gesellschaften, die die Höchstnote erreichen konnten, sind (in alphabetischer Reihenfolge): Allianz, Alte Oldenburger, DEVK, Hanse Merkur, LVM, R+V, Signal und Universa.
KV-Unternehmen können Herausforderungen bisher gut meistern
Damit haben sich die privaten Krankenversicherer in einer krisengeprägten Zeit bisher als stark erwiesen, resümieren die Analysten. „Die Herausforderungen für die PKV waren 2022 nicht klein – umso erfreulicher ist es, dass sie diese bislang sehr gut meistern“, so Saal.
Aus dem Schneider sind die Unternehmen trotzdem noch nicht. Alternde Bestände und medizinischer Fortschritt treiben Kosten in die Höhe. Und wie sich die Inflation und Energiekrise auf die Leistungsausgaben der Unternehmen, wie etwa für medizinische Hilfsmittel und Medikamente, auswirken werden, das ist laut den Analysten noch nicht abzusehen und dürfte sich erst in den Folgejahren zeigen. (js)
Alle Ergebnisse des Ratings können hier eingesehen werden.
Bild: © khwanchai – stock.adobe.com
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