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„Die Lösung des Imageproblems muss vom Makler ausgehen“

Die Migleider der Holding Martens&Prahl würden jungen Leuten empfehlen Versicherungsmakler zu werden. Und das trotz des Imageproblems. Warum und wie erzählen sie im Interview.


Sie arbeiten als Holding mit einer Vielzahl an Partnerunternehmen zusammen. Welchen Vorteil hat das für diese?

Peter Ballauff: Wir sorgen für den Zugang zu kompetenten Ansprechpartnern bei den Versicherern und treffen Basiscourtagevereinbarungen, die alle Partnerunternehmen gleichermaßen erhalten. Die Partnerunternehmen entscheiden aber immer selbst, welches Konzept sie nutzen und mit welchen Versicherern sie zusammenarbeiten.

Holger Mardfeldt: Einige schließen sich uns an, um ein Unternehmen neu zu gründen, ihre Nachfolge mit Unterstützung zu regeln oder auch weil sich Rahmenbedingungen geändert haben.

Julie Schellack: Viele Vorteile sind aber nicht unmittelbar materiell sichtbar und zeigen sich erst, wenn man das Ganze lebt. Es ist vor allem die starke Gruppe. Wenn man bei Schwierigkeiten eine Schwesterfirma hat, mit der man sich austauschen kann, dann hilft das schon viel.

Konkurrieren die Firmen untereinander?

Holger Mardfeldt: Dadurch dass sie sich alle gut kennen und schätzen, gibt es kaum Konkurrenzkampf. Unter den Partnerfirmen sind außerdem viele, die sich auf bestimmte Branchen spezialisiert haben. Interner Wettbewerb ist schon allein deshalb eher unwahrscheinlich. Meist geht es eher darum, sich gegenseitig zu ergänzen.

Würden Sie junge Leute motivieren, Versicherungsmakler zu werden?

Peter Ballauff: Natürlich. In kaum einem anderen Beruf hat man die Chance, mit so vielen verschiedenen Branchen zu tun zu haben und dadurch so viel über die Gesamtwirtschaft zu lernen. Wir haben heute den Kfz-Zulieferer, morgen jemanden aus der Medizintechnik, Pharma, Holz ... Man lernt so viele interessante Menschen und Unternehmen kennen und erhält einen tiefen und persönlichen Einblick in die Themen, weil man ja Kunden über Jahre hinweg betreut.

Holger Mardfeldt: Der Beruf ist so spannend, aber es ist gleichzeitig so schwer, das rüberzubringen, weil die Wahrnehmung des Berufes in der Gesellschaft gerade durch die letzten Ereignisse eine so unschöne ist. Das kriegen wir nur hin durch Aus- und Weiterbildung und durch qualifikationsbegründete Zugangsbeschränkungen für das Berufsbild des Versicherungsmaklers.

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